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  1. Der Rettungshund
  2. oder
  3. die Qualifikation des Besitzers
  4. Der Einsatz Kosten Der Hundeführer Prüfungsangst Eignung des Hundes Übungsablauf Die Sparten
  5. Viele Hundebesitzer interessieren sich für die Mitarbeit in einer Rettungshundestaffel. Doch häufig bewerben sich dort Hundehalter um die Aufnahme, die von dieser Tätigkeit vollkommen falsche Vorstellungen haben. Nur wenige Bewerber haben ein realistisches Bild davon, was es tatsächlich bedeutet, sich mit seinem Hund dieser anspruchsvollen Ausbildung zu stellen. Jeder einzelne Hund verbringt an einem Trainingstag viel Zeit im Fahrzeug. Für ihn ist dies meist nicht so schwer zu akzeptieren wie für seinen Besitzer, der währenddessen in einem unbequemen Versteck liegt und darauf wartet, von einem der anderen Hunde gefunden zu werden. Außerdem müssen auch die Menschen viel lernen und Prüfungen ablegen, was nicht immer der Vorstellung von einer erfüllten Freizeitbeschäftigung entspricht. Wir wollen Ihnen einen Einblick in die Tätigkeit eines Rettungshundeführers geben und damit die Entscheidung für oder gegen ein Schnuppertraining erleichtern. Im Folgenden steht die Qualifikation des Besitzers im Vordergrund.
  6. Zeitaufwand

  7. Rettungshundearbeit ist eine sehr zeitaufwendige Beschäftigung. Meist wird ein- bis zweimal pro Woche mit den Hunden trainiert, dazu kommt die theoretische Ausbildung des Hundeführers, unter anderem in Orientierung, Funk, Trümmerkunde sowie Erste Hufe für Mensch und Hund. Die Teilnahme an Veranstaltungen wie beispielsweise einer Vorführung im Rahmen einer Hundeausstellung und die Anwesenheit am Informationsstand in der Fußgängerzone sind ebenfalls unumgänglich. Da die meisten Aktiven der Rettungshundestaffel berufstätig sind, finden die Termine fast ausschließlich abends oder am Wochenende statt.
  8. Je nach Eignung des Hundeführers wird er zusätzlich zu diesen Tätigkeiten andere anfallende Aufgaben innerhalb der Rettungshundestaffel wie die Pflege der Homepage, das Organisieren von Veranstaltungen, die Wartung des Geräteparcours usw. übernehmen.
  9. Der Besuch eines Hundeerziehungskurses, falls es mit dem Grundgehorsam noch nicht so klappt, der Aufbau und Erhalt der nötigen Kondition des Hundes sowie das Absolvieren der vom Ausbilder erteilten Hausaufgaben finden zusätzlich zum eigentlichen Training statt.
  10. Die Zeit für Einsätze ist meist vergleichsweise gering. Alarmierungen gibt es, je nach Rettungshundestaffel, nur selten ein- oder mehrmals wöchentlich, viele Organisationen rücken nur wenige Male pro Jahr aus.
  11. Um diesen enormen Zeitaufwand leisten zu können, sind vonseiten der Familie des Rettungshundeführers große Akzeptanz und Unterstützung nötig. Früher betriebene, zeitintensive Hobbys bleiben bei einem engagierten Rettungshundeführer langfristig meist auf der Strecke, wenn er berufstätig ist.

    Der Einsatz

    Für Einsätze gibt es keine Voranmeldung, sie kommen meist dann, wenn sie gar nicht in den Plan passen. Nur selten handelt es sich um die Suche nach Menschen, die unter Trümmern verschüttet wurden. In der überwiegenden Zahl nimmt die Polizei die Unterstützung durch eine Rettungshundestaffel in Anspruch, um nach einem vermissten Menschen in unübersichtlichem Gelände zu suchen. Häufig handelt es sich dabei um eine ältere, gebrechliche oder verwirrte Person. Idealerweise ist man in der Lage, jederzeit auszurücken, sobald eine Alarmierung eintrifft. Je nach Staffel wird dies auch verlangt, doch viele akzeptieren es, wenn der Hundeführer vom Arbeitgeber nicht freigestellt wird. Außerhalb der Arbeitszeit sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, bei einer Alarmierung ohne Verzögerung zur Verfügung zu stehen. Dies bedeutet etwa, dass erwartet wird, nachts um drei Uhr innerhalb von kurzer Zeit im Auto zu sitzen und zum Einsatzort zu fahren. Viel Zeit, um etwa einen Babysitter zu organisieren, bleibt da nicht.

    Bei den meisten Rettungshundestaffeln beteiligen sich auch Hundeführer, deren Hunde noch nicht einsatzfähig sind, an Einsätzen. Ihre Aufgabe besteht beispielsweise darin, ein geprüftes Mensch-Hund-Team in der Orientierung mittels Kompass, Karte und GPS-Gerät zu unterstützen oder den Funkverkehr abzuwickeln. Auch hier bestätigt sich, dass nicht der eigene Hund im Vordergrund steht, sondern die ehrenamtliche Tätigkeit bei der Suche nach einem vermissten Menschen. Ist man nicht bereit, in den Einsatz zu gehen, ist eine Ausbildung von Mensch und Hund in einer Rettungsorganisation nicht möglich. Inzwischen gibt es Hundesportvereine, die für Interessierte eine abgespeckte Version, ohne die hohen Ansprüche einer Rettungshundestaffel, anbieten.

    Kosten

    Im Vergleich zum mehrmaligen wöchentlichen Besuch einer Hundeschule ist die Teilnahme am Übungsbetrieb in einer Rettungshundestaffel eher günstig. Meist wird nur ein jährlicher Mitgliedsbeitrag erhoben. Je nach Entfernung zu den Trainingsgeländen entstehen jedoch erhebliche Kosten für die Fahrten zu den Ausbildungsveranstaltungen und Einsätzen, ein Auto ist eigentlich unverzichtbar. In der Regel gibt es keine Kostenerstattung für diese Fahrten, da es sich um ein Ehrenamt handelt und die finanzielle Lage der meisten Rettungshundestaffeln dies nicht erlaubt.

    Je nach finanziellen Möglichkeiten der Organisation werden Einsatzkleidung, Schutzhelm, Funkgerät usw. gestellt. Für festes Schuhwerk oder wetterfeste Kleidung für den Übungsbetrieb muss in der Regel jeder Aktive selbst aufkommen.

    Der Hundeführer

    Überraschenderweise haben wir bei unserem Besuch bei der Rettungshundestaffel Oberbayern erfahren, dass bei interessierten Hund-Mensch-Teams oft der Hundebesitzer nicht geeignet ist, am Hund scheitert es eher selten. So sollte die körperliche Belastung, etwa nachts stundenlang schlecht begehbare Waldstücke abzusuchen oder Trümmerkegel zu überqueren, nicht unterschätzt werden. Menschen mit größeren Problemen des Bewegungsapparats sind dafür nicht geeignet. Für die Flächensuche ist eine entsprechende Kondition nötig, in den Trümmern sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unabdingbar.

    Auch psychische Belastbarkeit ist eine wichtige Voraussetzung für die Mitarbeit. Im Einsatz ist nie vorhersehbar, in welchem Zustand man die vermisste Person auffindet. Die Verantwortung, mit seinem Hund ein Waldgebiet abgesucht und niemanden gefunden zu haben, kann belastend sein, falls die Person nicht anderweitig aufgetaucht ist. Hat der Hund tatsächlich überall gesucht? Hätte er einen Fund wirklich gemeldet? Solche Fragen stellt sich wohl jeder Hundeführer ab und zu nach einem Einsatz, denn schließlich kann von ihm und seinem Hund die Verantwortung für ein Menschenleben abhängen.

    Prüfungsangst und Klaustrophobie

    Viele Menschen scheuen sich davor, Prüfungen abzulegen. Die Schulzeit ist lange vorbei und die Bereitschaft, sich regelmäßig theoretischen wie praktischen Prüfungen zu stellen, nicht immer vorhanden. Die Durchfallquoten bei Rettungshundeprüfungen sind teilweise erheblich, 30 bis 50 Prozent sind keine Seltenheit. So ist es nicht ungewöhnlich, dass man im Laufe seiner Rettungshundeführerzeit mehrmals erfolglos bei einer Prüfung antritt, und nicht jeder ist willens, diese Frustration in seiner Freizeit hinzunehmen.

    Eignung des Hundes

    · Körperliche Eignung: jung, gesund, bewegungsfreudig und von mittlerer Größe

    · Umgang mit Menschen: menschen freundlich, Vertrauen zu seinem Besitzer

  12. · Andere Tiere: verträglich mit Artgenossen, bei Begegnungen mit Wild kontrollierbar
  13.   Keine Probleme in ungewohnten Situationen, etwa bei plötzlichem Lärm und wackligem Untergrund

     Innere Werte: motivierbar, arbeitsfreudig, selbstständig und trotzdem gehorsam, ausgeglichen und nervenstark

    Bei Übungen der Trümmersuchteams ist es nötig, sich (hin und wieder auch für längere Zeit) mit Taschenlampe und Isomatte ausgestattet in einer Trümmerlandschaft zu verstecken. Dies kann etwa den Aufenthalt in einer Betonröhre bedeuten. Solche Trainingsszenarios sind nötig, damit der Hund des Kollegen eine Suche mit Erfolg absolvieren kann. Platzangst, Angst vor Dunkelheit oder fehlende Bereitschaft, sich schmutzig zu machen, sind hier ebenso wenig angebracht wie Panik beim Anblick einer Spinne oder einer Maus.

    Regelmäßig wird mit den Flächensuchhunden im Dunkeln trainiert. Da jeder Hund bei seiner Suche eine oder mehrere Personen finden soll, müssen alle Übungsteilnehmer bereit sein, sich dafür im Wald zu verstecken. Für einen Hund, der in der Ausbildung bereits fortgeschritten ist, sind längere Suchzeiten nötig, schließlich ist kaum ein realer Einsatz nach einer halben Stunde beendet. Für das Training bedeutet dies, dass die Versteckpersonen entsprechend lange im finsteren Wald darauf warten müssen, gefunden zu werden. Wer dies nicht mit seiner Psyche vereinbaren kann, wird es in einer Rettungshundestaffel schwer haben.

    Disziplin, Zuverlässigkeit und Integrationsfähigkeit sind unverzichtbar, um in einer Rettungsorganisation tätig zu sein. Man muss bereit sein, Kritik anzunehmen sowie Absprachen einzuhalten. Auch wenn diese Punkte selbstverständlich klingen, scheitert an ihnen so mancher angehende Rettungshundeführer.

    Übungsablauf

    Innerhalb des Übungsbetriebs wird abwechselnd mit den Hunden gearbeitet. Die Tiere, die nicht dran sind, müssen im Auto warten. Der Aufenthalt dort, auch über Stunden, darf für sie kein Problem sein. Währenddessen ist ihr Besitzer für einen anderen Hund im Versteck.

    Rettungshundearbeit findet bei jedem Wetter statt. Natürlich wird eine Übung bei größter Hitze so ablaufen, dass die Hunde nicht überfordert werden, aber Absagen wegen Kälte oder Regen gibt es nicht. Rettungshundearbeit ist also nichts für Menschen, die sich nur bei schönem Wetter stundenlang im Freien aufhalten wollen.

    Rettungshund
    Sehr viele Staffeln bieten nicht alle Sparten derRettungshundeausbildung an,

    so ist etwa die Wassersuche vergleichsweise selten

     

  14. Die Sparten der Rettungshundeausbildung
  15. Rettungshundestafel

     

  16. · Flächensuche: Der Hund stöbert in
      unübersichtlichem Gelände, etwa einem
      Waldstück, nach menschlicher Witterung.
      Findet er sie, läuft er zu der Person und
      meldet den Erfolg (meist durch Bellen) sei
      nem Hundeführer.
  17. · Trümmersuche: Nach einer Gasexplo
      sion oder einem ähnlichen Unglück sucht
      der Hund nach Verschütteten, an der Stelle
      des intensivsten Geruchsaustritts bellt er,
      bis sein Hundeführer bei ihm ist.
  18. · Mantrailing: Der angeleinte Hund folgt
      nach der Geruchsaufnahme an einem
      Gegenstand der vermissten Person ihrer
      Spur, ausgehend vom letzten bekannten
      Aufenthaltsort. Hat er sie gefunden, setzt er
      sich je nach Ausbildung vor sie hin, springt
      sie an oder verbellt sie.
                  •  
  19. Die folgenden Sparten werden in Deutschland eher selten ausgebildet:
                  1. · Wasserrettung: Hunde werden ins Was
                      ser geschickt, um Personen, die zu ertrin-
                      ken drohen, zu retten. Unter anderem kann
                      dies geschehen, indem der Mensch sich am
                      Geschirr des Hundes festhält und sich so
                      ans Ufer ziehen lässt.
                  2. · Wassersuche: Der Hund sucht vom Boot
                      oder vom Ufer aus nach Ertrunkenen.
                  3. · Lawinensuche: Suche nach Menschen,
                      die unter Schnee verschüttet wurden.

Neben der Suche nach versteckten Menschen gibt es noch andere Trainingsschwerpunkte während einer Übung. So stehen das Gerätetraining (etwa das Begehen von Leitern durch den Hund) und Führigkeitsaufgaben (beispielsweise das punktgenaue Schicken des Hundes innerhalb des Trümmerfelds) auf dem Programm. Insgesamt ist jedoch die Zeit, die ein einzelner Hund arbeitet, gering im Vergleich zur kompletten Übung. Es ist nicht ungewöhnlich, dass das gesamte Training fünf Stunden dauert, ein Hund jedoch nur zweimal für 15 Minuten das Auto verlässt. Für ihn ist dies nicht schlimm, da er zu Hause auch den Großteil des Tages verschläft und außerdem die Zeitspanne, in der er dann gefordert wird, deutlich anstrengender und aufregender ist als der normale Spaziergang. Viele Hundebesitzer erwarten jedoch, dass der eigene Hund die meiste Zeit des Trainingstages mit ihm zusammen aktiv ist, und auch aus diesem Grund scheidet die Rettungshundearbeit für viele anfangs sehr interessierte Hundebesitzer aus.

Ansprechpartner gesucht

Falls wir Ihr Interesse an der Mitarbeit in einer Rettungshundestaffel geweckt haben, finden Sie einen Ansprechpartner in Ihrer Region am einfachsten durch die Suche im Internet. Manchmal werden Schnuppertage oder -kurse angeboten, andere Rettungshundestaffeln laden Sie zu einem ersten unverbindlichen Besuch ohne Ihren Hund ein, bei dem Sie sich vor Ort die Ausbildung ansehen könnten. Vielleicht werden Sie auch sofort in den normalen Übungsbetrieb integriert.

Derzeit sucht die von uns besuchte Rettungshundestaffel Oberbayern (Mitglied im Bundesverband Rettungshunde) mit Sitz in Garching nördlich von München nach zwei- und vierbeinigem Nachwuchs. Bei Interesse können Sie sich über diesen Verein im Internet unter www.rettungshunde-muenchen.de informieren, oder Sie schicken ein Mail an info@rettungshunde-muenchen.de.

Quelle: Das Deutsche Hundemagazin Text: Claudia Schmitt, Fotos: Michaela Kohl

 

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Aktualisiert am 19.06.2012

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